Langenhorner Chaussee
Mit der Übernahme Langenhorns durch den hamburgischen Staat begann eine großzügige Verbesserung der Verkehrsverhältnisse. ( Der Hamburger Staat hatte das gesamte Langenhorner Gebiet für 20.500,- Mark dem Hospital von St. Georg abgekauft.) 1828 begann man mit dem Bau einer Chaussee die vom Dammtor aus über den heutigen Rothenbaum, Eppendorf und Alsterdorf nach Ochsenzoll führte. Im Jahre 1840 war sie fertig. Zur besseren Finanzierung errichtete man dann Häuser, um ein Chausseegeld zu erheben. In Langenhorn stand ein in Ochsenzoll, und ein am Raakmoorgraben. Diese hatten einen Vorbau, in dem der Chausseegeldeinnehmer saß. Von hier aus konnte er die Straße nach beiden Seiten gut übersehen. Kam ein Fuhrwerk, so hielt er an einer langen Stange befestigt ein Beutel raus, man warf das Wegegeld hinein, der Schlagbaum wurde angehoben, und man konnte weiterfahren. Am 1. Januar 1875 wurden beide Stellen geschlossen. Das Haus Langenhorner Chaussee 63 am Raakmoorgraben wurde erst im Februar 1987 abgerissen. Die Bezeichnung "Langenhorner Chaussee" galt am Anfang vom Eppendorfer Mühlenteich bis Ochsenzoll. Doch bald merkte man, daß die Hausnummern viel zu hoch sein würden, und so wurde im Jahre 1898 die Straße nur noch vom Erdkampsweg an so benannt.
 

Die Maße der Straße waren im Jahre 1840:

2 x Graben:        a   6 Fuß etwa 1,86m                     (in Preußen ist 1 Fuß= 0,31385 m)

2 x Fußweg:       a   8 Fuß etwa 2,51 m

2 x Sommerweg:a 13 Fuß etwa 4,08 m

1 x Steinbahn:       20 Fuß etwa 6,27 m

    Insgesamt:        74 Fuß oder etwa 23,22 m
 

Langenhorner Markt
Ab 28.12.1962
 

Langenhorner-Markt-Brücke

neu ab 13.01.1977

über die U-Bahn-Station Langenhorn-Markt
 

Laubenweg
Ab 18.8.1932, Ausbau: 10.3.1958
Name frei gew
ählt.
 

Laukamp
Ab 30.5.1920
So benannt nach der Bauernfamilie Lau, die in der dortigen Gegend von 1644 -1800 ihren Landbesitz hatte.
 

Leegmoor
Ab 1.7.1960
" Leeg " = Nieder
 

Leemgrove
Ab 16.7.1929
Leemgrove aus dem niederdeutschen = Lehm- oder Mergelgrube. Mergel wurde als Düngemittel benutzt.
 

Leezener Weg
Ab 3.12.1954
Davor: Stockflethweg Nebenweg Nr.1 So benannt nach der Ortschaft Leezen im Kreise Segeberg.
 

Lerchensporn

Ab 29.01.2002

In Anlehnung an dem Mohngewächs
 

Leyendeckerweg

Ab 19.10.2010

Benannt nach dem historischen Handwerksberuf des Dachdeckers, der mit Schiefer Dächer deckt
 

Libellenweg
Ab 11.2.1940, Teilaufhebung: 19.3.1983
Benannt nach dem Insektenmotiv.
 

Lütte Raak
Ab 1.7.1960 Alter Flurname, Raak= Sumpf, im niederdeutschen auch gerade Strecke in einem Wasserlauf. Lütte Raak = kleiner Sumpf.